Harte oder weiche Linsen?

Benutzt du harte oder weiche Linsen? Hier kannst du dich über Vor- und Nachteile informieren.

Vorteile/Nachteile „harte“ Linsen

Harte Linsen bestehen aus einem gasdurchlässigen Kunststoff.
Sie haben eine harte Form (formstabil) und sind kleiner als weiche Linsen. Es gibt sie ausschließlich als Jahreslinsen.

Vorteile gegenüber weichen Linsen:

  • hohe Sauerstoffdurchlässigkeit
  • geringere Anfälligkeit für Augenentzündungen
  • Korrektur von Hornhautverkrümmungen möglich
  • stabil und nicht so leicht zu beschädigen
  • lange Nutzungsdauer (Jahreslinsen)

Nachteile gegenüber weichen Linsen:

  • schlechtere Verträglichkeit
  • Probleme beim Sport („rausspringen“ der Linse)

Beim Schwimmen benutze ich weiche Einmallinsen und eine Schwimmbrille.
Falls doch mal Wasser ins Auge käme, könnten meine Linsen, die ich ja über mindestens 1 Jahr tragen will, durch Bakterien im Wasser kontaminiert werden. Damit würde ich mir u.U. eine Augeninfektion einhandeln.

WICHTIG! Wenn du Kontaktlinsen beim Schwimmen tragen willst, nimm unbedingt Tageslinsen. Entferne sie, wenn du das Schwimmbad oder den Strand verlässt. Wenn du nach dem Schwimmen weiterhin Linsen tragen möchtest, zieh deine Wochen-/Monatslinsen wieder an. Oder opfere ein neues Paar Tageslinsen. Deine Augen werden es dir danken!
Benutze zusätzlich eine dicht abschließende Schwimmbrille. Die Kontaminationsgefahr für die Linsen und das Risiko von Augenentzündungen ist sonst zu hoch. Das gilt auch bei Einmallinsen, die du wahrscheinlich ja dann über mehrere Stunden trägst!

 

Vorteile/Nachteile weiche Linsen

Weiche Linsen bestehen aus Hydrogel oder Silikon-Hydrogel.
Sie haben eine flexible Form und sind größer als harte Linsen. Es gibt sie als Tageslinsen, 2 Wochen-, Monats- und Jahreslinsen.

Vorteile gegenüber harten Linsen:

  • bessere Verträglichkeit
  • problemlos bei sportlichen Aktivitäten
  • sehr viel längere ununterbrochene Tragzeiten möglich (nur bei Silikon-Hydrogel)

Nachteile gegenüber harten Linsen:

  • sehr geringe Sauerstoffdurchlässigkeit (außer Silikon-Hydrogel)
  • höheres Infektionsrisiko
  • hoher Hygieneaufwand
  • empfindliches Material, leichter zu beschädigen
  • Korrektur von Hornhautverkrümmungen nur mit speziellen (torischen) Linsen möglich
  • kürzere Nutzungsdauer (Tages-/Wochen-/Monatslinsen)

WICHTIG: Silikon-Hydrogel-Linsen haben eine sehr viel höhere Sauerstoffdurchlässigkeit als reine Hydrogellinsen. Der Wert liegt aber immer noch unter der Sauerstoffdurchlässigkeit der meisten harten Linsen.
Silikon-Hydrogel-Linsen können nach Angaben der Hersteller mehrtägig ununterbrochen getragen werden. Laut Studien weisen sie aber, wenn sie auch nachts getragen werden, eine höheres Infektionsrisiko als andere Linsen auf. Es empfiehlt sich daher auch diese Linsen nicht beim Schlafen zu tragen. Wie erkennt man die Sauerstoffdurchlässigkeit einer Linse?

TIPP: Wenn du weiche 2 Wochen- oder Monatslinsen benutzt, bietet es sich an, die Linsen jeweils am Monatsanfang (Monatslinsen) und zusätzlich zur Monatsmitte (2 Wochen-Linsen) zu wechseln, damit du nicht durcheinander kommst. Das kann dann aber doch passieren, falls du mal eine Linse verlierst oder zwischendurch pausierst. Du kannst dich vom Kalender unabhängig machen, wenn du dir eine app auf dein smartphone lädst. Unter „contact lenses reminder“ oder „Kontaktlinsen Erinnerung“ findest du sowohl für Android als auch für IOS passende apps, die in der Basisversion kostenlos sind.